Musikstadt Dresden
Nach dem Tod von August dem Starken schrieb Johann Sebastian Bach seine berühmte h-Moll Messe (die sogenannte Missa) Nach Einreichung dieses Werks beim kurfürstlichen Hof in Dresden erhielt Bach im November 1736 die ersehnte Nachricht, sich Compositeur bei der Hofkapelle nennen zu dürfen, allerdings nicht den erhofften Ruf, fortan in der Residenzstadt Dresden zu wohnen und zu wirken. In 24 Jahren kam Bach jedoch mindestens siebenmal nach Dresden. Er gab Konzerte in der alten Sophienkirche und in der gerade geweihten Frauenkirche.
Im September 1719 kam Georg Friedrich Händel nach Dresden. Sein Ziel war es Sänger für sein neues Opernunternehmen, die Royal Academy of Music anzuwerben.
Der Komponist des Freischütz Carl-Maria von Weber war hier Hofkapellmeister, übrigens ein Cousin von Johann Wolfgang Amadeus Mozarts Frau Constanze (geb. Weber). Ersten musikalischen Unterricht nahm Weber in Salzburg bei Johann Michael Haydn, dem Bruder von Joseph Haydn.
Auf dem Weg nach Berlin, nahm Mozart 1789 an einem Wettstreit auf der Silbermannorgel in der katholischen Hofkirche teil.
Felix Mendelsohn Bartholdy dirigierte in Dresden die Königliche Kapelle in einer Aufführung seines Oratoriums "Paulus". Anwesend war auch Richard Wagner, der 1843 als Kapellmeister die Leitung der Dresdner Hofkapelle übernommen hatte.
In der Frauenkirche gab Richard Wagner anlässlich des 100. Jahrestages der Vollendung des Gotteshauses ein Konzert. Wagner veranlasste die Überführung von Carl-Maria von Webers Sarg von London nach Dresden. In Dresden entstanden Wagners frühe Werke wie der Fliegende Holländer, Lohengrin und der Tannhäuser. 1846 dirigierte Wagner die Hofkapelle. Zur Aufführung kam die 9.Sinfonie von Beethoven. Wesentliche Teile des Textes hat Friedrich Schiller 1785 in Dresden Loschwitz für eine Dresdner Freimaurerloge gedichtet. Am Dresdner Aufstand beteiligten sich Gottfried Semper und sein Freund Richard Wagner an vorderster Front Der in Sachsen steckbrieflich gesuchte Wagner fand auf seiner Flucht in die Schweiz erste Aufnahme und Unterstützung bei Franz Liszt in Weimar.
Ebenfalls in Dresden Loschwitz lebte die Pianistin und Komponistin Clara Wieck, die spätere Frau von Robert Schumann. Doch was war zwischen Clara und Johannes Brahms? Fest steht, dass Brahms in Clara verliebt war; zahlreiche Briefe zeugen davon. Brahms war auch befreundet mit Richard Strauss. Obwohl er seine künstlerische Laufbahn als Assistent unter Cosima Wagner bei den Bayreuther Festspielen begann, Kapellmeister am Hoftheater in München sowie Leiter der Berliner Philharmoniker und der Wiener Hofoper war, führte er seine berühmt gewordenen Opern Salome, Elektra und den Rosenkavalier erstmalig in Dresden in der Semperoper auf. |